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Willkommen

Herzlich Willkommen auf meinem Reiseblog. Mein Name ist Jean-Martin Harder, ich bin 19 Jahre alt und leiste zur Zeit meinen Freiwilligendienst, mit Hilfe der Organisation "Volunta" vom Deutschen Roten Kreuz, in Bolivien ab. Hier erhalten sie regelmäßige Informationen über meinen Alltag als FSJler, meinen täglichen Aufgaben und Wissenswertes über Land und Leute.

Ankunft in Santa Cruz: 17.09.2009; seit:

in Bolivien.

Uhrzeit Deutschland:


Uhrzeit Bolivien - Sucre:

Bericht FSJ statt Zivildienst im Ausland 2009/2010

Quartalsbericht I

1. Arbeit in den Einsatzstellen

Meine Einsatzstellen sind zurzeit hauptsächlich das „Colegio Aniceto Arce“ in Tarabuco, das „Colegio Nacional Bolivia“ im 35km entfernten Cororo, sowie zu einem großen Teil das Hostel in Tarabuco selbst.

In den Colegios gebe ich, mit Unterstützung von Anna, einer „weltwärts“-Freiwilligen hier, Englischunterricht. Dabei sind wir an zwei Tagen, Montag und Dienstag, in Cororo, und Mittwoch in Tarabuco tätig. Unsere Tätigkeit in Tarabuco würden wir gerne ausbauen, allerdings hat uns die dortige Schulleitung erklärt, dass sie das nicht befürwortet, aus Angst, dass dann die richtige Englischlehrerin nicht mehr komme. In Cororo wurden wir sehr freundlich empfangen, die einzige Schwierigkeit, die sich dort zum Teil ergeben hat, ist der Rücktransport, bei dem wir auf vorbeikommende Autos und Camiones angewiesen sind, was aber bisher nicht zu übermäßigen Wartezeiten geführt hat. Außerdem werde ich im neuen Schuljahr in die Grundschulen „U.E. Manuel G. Mendieta“ und die „U.E. Rosalia“ gehen. In der Rosalia liegt der Schwerpunkt ebenfalls auf Englischunterricht, da kein Englischlehrer vorhanden ist. In der Mendieta will ich das Gewächshausprojekt meiner Vorgänger fortsetzen, was bisher aus mangelndem Interesse seitens der Schulleiterin nicht geschehen ist. In beiden U.E.s ist außerdem eine Assistenz beim Sportunterricht geplant. Zu allen möglichen Einsatzstellen hat uns Don Balbino, der Herbergsvater, das erste Mal persönlich begleitet und hat uns vorgestellt. Sonst ist die Arbeit relativ selbständig, natürlich immer in Abstimmung mit den Englischlehrerinnen der Colegios. Dadurch haben wir eine große kreative und stoffliche Freiheit in der Gestaltung unseres Unterrichtes.

Im Hostel liegen unsere Aufgaben mehr im handwerklichen Bereich. Zusammen mit Felix habe ich den Hinterhof aufgeräumt, der ziemlich vermüllt war. Nachdem dies getan war, haben wir mit Balbino einen Plan erstellt, wie der Hof in Zukunft genutzt werden soll, und ich habe mich nach dem Abtransport einigen Abraums nun daran gemacht diese Pläne umzusetzen. Sie beinhalten das Anlegen eines Gemüsebeetes, das Bauen eines Brunnenhäuschens, sowie die Renovierung des Hofes an sich, Streichen der Wände etc. Dazu mussten wir das Holzlager des Hostels verlegen und einen Teil des Hofes nivellieren. Auch dabei hat uns Balbino beraten und z.T. auch selbst mit Hand angelegt.

In dieser ersten Zeit, in der auch mein Spanisch noch nicht so sicher saß, und ich aufgrund dieser Sprachbarriere nicht so viel Eigenständiges machen konnte, fühlte ich mich teilweise unterfordert. Das wird sich aber, hoffe ich, im nächsten Quartal deutlich ändern.

 

2. Zurechtfinden außerhalb der Einsatzstelle

Die Kontaktmöglichkeiten hier in Tarabuco waren bis jetzt sehr gut, vor allem dadurch, dass im Hostel ein kleines Restaurant betrieben wurde, und man so beim Servieren der Speisen mit den Einheimischen in Kontakt kam. Leider gibt es hier in Tarabuco nur wenige Jugendliche in meinem Alter, da die meisten zum Studieren nach Sucre gehen. Unsere Versorgung ist durch das Restaurant und Balbino sichergestellt, außer bei der Zubereitung und beim Servieren zu helfen müssen wir wenig tun. Und wenn uns doch etwas fehlt, gibt es das meist in einem der Geschäfte an der nächsten Straßenecke, oder in Sucre, das nur anderthalb Stunden mit dem Bus weg ist. Von Zeit zu Zeit gehen wir auch mal zum Essen aus, manchmal mit Balbino, manchmal alleine. So verhält es sich auch, wenn mal wieder eines der zahlreichen Feste in Tarabuco stattfindet.

Unsere Unterbringung in den Räumen des Hostels ist sehr gut, auch wenn sich dort im nächsten Quartal etwas ändern wird, da wir ein männlicher Voluntario mehr sein werden. Seit neustem haben wir auch Internet im Hostel, somit ist der Kontakt nach Deutschland per eMail sichergestellt. Die meisten unserer Handys haben allerdings Probleme mit dem Handyempfang in Tarabuco, sodass telefonieren nur von Sucre aus möglich ist. Auch die nächste Möglichkeit Briefe aufzugeben und zu empfangen ist das „Officina de Correos“ in Sucre. Auch ansonsten gibt es keine Probleme außerhalb der Arbeitszeiten zu beschäftigen.

3.Organisatorische Fragen

Auch hier bin ich zufrieden, die Anreise hat super geklappt, der Sprachkurs hat mir sehr geholfen, teils als Auffrischung der Kenntnisse, teils aber auch mit neuem Stoff, und das zweite Vorbereitungsseminar mit Max Steiner hat nochmal geholfen uns perfekt vorzubereiten.

Einziger Dämpfer, der mir in diesem Bereich versetzt wurde, ist natürlich, dass unserer bisheriger Hostel-Don Balbino sich wohl mit der Hauseigentümerin Frau Dehmel überworfen hat, und jetzt zum Jahresende hin das Hostel verlassen hat. Er hat mir besonders in der ersten Phase sehr geholfen mich zurechtzufinden, auch durch seine doch guten Deutschkenntnisse.  Doch auch hier kann ich nach vorne sehen, der dehmel‘sche Sohn Alberto hat nun vorerst das Hostel übernommen, und es ist auch schon ein dauerhafter Nachfolger im Gespräch.

4. Kurzer persönlicher Erfahrungsbericht

Mir macht die Zeit hier unheimlich Spaß, die Möglichkeit in ein ganz anderes Lebensgefühl ein Jahr lang hinein zu schnuppern, andere Menschen und ihr Leben kennen zu lernen und nicht zuletzt diesen mir unbekannten Kontinent zu erkunden. Die Arbeit macht mir Spaß, vor allem auch die Aussicht mehr Menschen helfen zu können. Natürlich ist es manchmal nervig, wenn aufgrund der üblichen Vamos-a-ver-Mentalität Initiativen im Sand verlaufen, aber das wird mehr als wieder wett gemacht, wenn man sieht wie man sich hier freut, wenn endlich etwas zustande gekommen ist. Auf jeden Fall ist es hier sehr abwechslungsreich, auf Tage, an denen man auch mal nicht weiß, was man tun soll, folgen sofort wieder Tage, die so voll und aufregend sind, dass man glatt vergisst sich zuhause in Deutschland zu melden. Selbstverständlich bedeutet die Zeit hier eine Reduzierung der Ansprüche und Bedürfnisse, aber dafür erlebt man soviel mehr, als man es sich als Zivildienstleistender zuhause vorstellen kann, lernt soviel mehr von den Menschen vor Ort, und hat eine einmalige Gelegenheit ein Jahr lang weit fort von zuhause ein bisschen mehr Selbstständigkeit zu entwickeln.

 

29.3.10 01:50
 


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